Einladung zum Datenschutzworkshop

Die EU-DSGVO ist in Kraft getreten – und Sie sind auf der sicheren Seite, oder?

Im Mai 2018 ist die Europäische Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Sie regelt und vereinheitlicht europaweit den Schutz personenbezogener Daten, infolgedessen wurde auch das deutsche Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) angepasst. Neuerungen im Datenschutz sind u.a. höhere Bußgelder und Anforderungen an die Verschlüsselung bei der Datenübertragung. Aber, keine Bange, denn in der Praxis finden wir praktikable Lösungen zur Umsetzung der Forderungen.

In diesem Workshop sprechen wir über betriebliche und behördliche Anforderungen an den Datenschutz, diskutieren Praxislösungen und sprechen über die aktuellen Unterschiede von Datenschutz vs Informationsmanagement.

Der Workshop wird vom VQME organisiert, steht aber auch interessierten Gästen offen.

Datum: 11. Oktober 2018
Ort: Gießen
Beginn: 09:30 bis ca. 15:30 Uhr
Teilnahmegebühr: 250,00 € pro Teilnehmer*in zzgl. MwSt. und evtl. anfallende Hotelkosten und Tagungspauschale am Veranstaltungsort
Referentin: Carina Babilinski

Anmeldungen nehmen gerne Frau Rabenau: rabenau@cb-consult.org oder Frau  Loose: info@business-lotse.de entgegen.

Mehr Informationen finden Sie hier: Einladung-VQME-WS-DASCHU

Datenschutzdokumentationswahnsinn ADV Vertrag

Datenschutzdokumentationswahnsinn ADV Vertrag

Mit wem muss ich denn nun ADV Verträge schließen?

Die Begriffe Verarbeiter und Auftragsverarbeiter stellen eigentlich eine Vereinfachung dar. In der alten Gesetzeswelt waren Begrifflichkeiten deutlich komplexer. Dennoch, es gibt Erklärungsbedarf.

Verarbeiter ist jeder der personenbezogene Daten in irgendeiner Art verarbeitet, d.h. weiterleitet, erhebt, zugreift, speichert, verändert oder löscht. All diese Tätigkeiten fallen nun unter den Verarbeitungsbegriff.

Auftragsverarbeiter ist, wer in diesem Zusammenhang von Ihnen als Unternehmen eingekauft –also weisungsgebunden beauftragt- wird um Daten für Sie zu verarbeiten.

Gemäß Artikel 28 DSGVO sind alle Unternehmen angehalten, mit ihren Auftragsverarbeitern datenschutzkonforme Verträge abzuschließen, landläufig ADV Vertrag genannt. Die große Verunsicherung nun ist: Mit wem muss ich ADV Verträge abschließen?

Wenn man an jeden denkt, der Daten in irgendeiner Art verarbeitet, würde das in der Konsequenz ja bedeuten können, ADV Verträge mit jedem Materiallieferanten zu schließen.

In dem Augenblick, in dem Sie die Adressdaten ihres Kunden an einen Hersteller senden, um dort eine Waschmaschine auszuliefern, verarbeitet er ja Daten. Stop! Gott sei Dank dürfen Sie noch sinnbezogen arbeiten und müssen nicht mit Alles und Jedem ein Datenverarbeitungsvertrag erzeugen.

Auf Lieferantenseite sind klassischerweise mit ADV Verträgen einzupacken alle, die Zugriff auf Ihre EDV Anlagen haben, das sind externe IT-Dienstleister, das sind outgesourcte ERP-Prozesse oder outgesourcte Lohnverarbeitungsprozesse oder outgesourcte Marketingprozesse, eventuell Dienstleister mit Zugriff auf Einbruch-, Zutrittskontrollen oder sonstige Überwachungssysteme.

Nicht betroffen sind Lieferanten, die zwar theoretisch Kenntnis von Betriebsinternas erhalten können, aber dabei kein Zugriff auf EDV-Anlagen erforderlich ist, wie bei reinen Post und Lieferdiensten oder Reinigungs- und Hausmeisterservices.

Wenn Sie selbst Dienstleistungen verkaufen, die Zugriff auf EDV-Anlagen beinhalten, weil sie beispielsweise IT-Dienstleistungen an Dritte anbieten oder Zugriff auf Video-Zutrittskontrollanlagen Ihrer Kunden haben im Rahmen fester Serviceverträge, dann sollten Sie Ihren Kunden einen ADV-Vertragsabschluss anbieten.

Siehe auch:

Mustervertrag-ADV-DS-GVO

 

WIKI – Auftragsverarbeiter

 

Datenschutz

Datenschutz

Intelligente Menschen umgeben von intelligenten Geräten. Dieser Zustand führt zu einem ständigen Austausch digitaler Informationen. Modern war gestern, Digital heißt das neue Zeitalter.
Aber wie schützt man sich vor Datenmissbrauch, grenzt sich ab vom Dark-Net und schließt eigene Haftungsrisiken aus?

Als externe Datenschutzbeauftragte finden wir passende Lösungen und schaffen Rechtssicherheit.

» Faltbroschuere DS

Informationssicherheit

Informationssicherheit

Informationssicherheit bedeutet die Gewährleistung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von geschäftskritischen Informationen.

Das Sicherstellen des Schutzes geschäftskritischer Informationen bedeutet mehr als bloße IT-Sicherheit. Weil einerseits auch solche Informationen betroffen sind, die nicht mittels IT verarbeitet werden und weil andererseits auch Sicherheitsmaßnahmen sinnvoll sind, die analog stattfinden.


Beitragsbild: geralt / pixababy

copyright: succo | pixababy
copyright: succo | pixababy
Cookiewarnung – muss das sein?

Cookiewarnung – muss das sein?

Auf vielen Webseiten wird man mit lustigen, mehr oder weniger informativen Bannern begrüßt. Der Tenor lautet meist, herzlichen Glückwunsch wir haben ein Cookie für Sie. Gelesen wird das Banner oft nicht, in der Regel will man es nur schnell wieder los sein. Da stellt sich zurecht die Frage, muss das sein und wenn ja in welchem Umfang?

Wie sieht die gesetzliche Seite aus?

Zitat:“

Wie Deutschland mit den Vorgaben der EU-Cookie-Richtlinie umgeht

In Deutschland wurde die Cookie-Richtlinie der EU -2009/136/EG- bis heute NICHT eigens mit einem neuen Gesetz umgesetzt. Der Grund: Die Bundesregierung sieht die Richtlinie bereits mit dem deutschen Telemediengesetz (TMG) als erfüllt an. Jedoch deckt das TMG die Forderungen der EU-Richtlinie nicht umfassend ab. Denn viele verstehen die Cookie-Richtlinie der EU als Anordnung einer Opt-in-Pflicht, wogegen das TMG allein eine Opt-out-Variante vorschreibt. Datenschützer kritisieren deshalb die schwache Umsetzung der EU-Richtlinie. (Anmerkung der Redaktion: Ich nicht, im Gegenteil: Denn meines Erachtens sind Warnungen die ohnehin nicht gelesen werden so überflüssig wie sauerer Hoing)

Da das TMG momentan geltendes deutsches Recht darstellt, müssen Website-Betreiber in Deutschland lediglich folgende Anforderungen erfüllen:

  • Die Nutzer müssen über die Datenspeicherung verständlich und umfassend informiert werden.
  • Die Nutzer müssen der Datenspeicherung widersprechen können.
  • Die Daten dürfen nur anonymisiert gespeichert werden – außer die Nutzer stimmen der Speicherung personalisierter Daten zu.

Zitatende

Quelle: https://hosting.1und1.de/digitalguide/websites/online-recht/die-eu-cookie-richtlinie-teil-1-was-gilt-in-deutschland/

Daran ändert auch die DSGVO ab 25.Mai 2018 nichts. Denn mit den oben genannten Punkten sind die Informationspflichten aus Artikel 13 DSGVO hinreichend erfüllt.

Was ich Seitenbetreibern empfehle:

Machen Sie sich Gedanken um ihren technischen Aufbau der Seite. Stellen Sie folgende Fragen:

Setzen wir Cookies ein und zu welchem Zeck, sind sie notwendig für die Funktion der Seite oder haben sie andere Zwecke. Welche Daten genau werden dabei erhoben, wie und wie lange gespeichert und ist die Anonymität wirklich gegeben??

Diese Punkte haben Auswirkung auf die Zulässigkeit und alle Antworten sollten auf ihrer Datenschutzerklärung der Webseite zu finden sein.

Geben Sie bitte keine Daten an Dritte weiter. Der Verkauf von Analysedaten -auch anonymisiert- ist ein absolutes no go.